How to love Winter – 6 Filmempfehlungen

Filmempfehlungen im Winter

Das Wetter hat es wahrscheinlich verraten, vielleicht auch das Datum, aber damit wir alle wissen worums geht: Es ist gerade Winter. Und die kalte Jahreszeit hat keine besonders große Fanbase. Niemand mag die dicken Jacken, den patzigen Schneegatsch und die tiegefrorenen Finger- und Nasenspitzen. Alle freuen sich immer „wenn’s endlich wieder warm wird“. Winter zu mögen ist nicht mainstream. Der Winter hat sozusagen ein Imageproblem. Und genau deswegen will ich mit euch all die Dinge teilen, die ihn für mich erst so richtig schön machen. Ein „How to love winter“-Tutorial sozusagen.
Los geht’s mit meinen winterlichen, herzerwärmenden Filmempfehlungen zum Kuscheln und (großteils) Hirn ausschalten.

Filmeabende passen schon grundsätzlich besser in den Winter als in den Sommer. Wenns draußen um fünf Uhr schon stockdunkel ist, die Motivation nochmal rauszugehen in etwa wie die Temperatur – unter Null. Also hortet man einfach einen Haufen Chips und/oder Popcorn, setzt das Teewasser auf und zwingt stattdessen seine Freunde in die kalte Nacht für den gemeinsamen Filmspaß. Und damit euch die Qual der Wahl erspart bleibt, habe ich mir vorab die Mühe gemacht die besten Filme für solche oder andere winterliche Anläße auszusuchen. Enjoy!

 

Harry Potter and the Philosopher’s Stone (2001)

Das war offensichtlich, oder? Das in dieser Liste mindestens ein Harry Potter-Film dabei sein muss? Nicht? Also ich finde schon. Immerhin gibt es 8 von denen. Da steigt schon rein statistisch die Wahrscheinlichkeit.
Und weil es im Winter ohnehin immer so schnell sehr trist werden kann, habe ich mich für den unschuldigsten und fröhlichsten Teil entschieden. Da war die Welt ja quasi noch in Ordnung und Voldemort ist noch nicht als nasenloser, kleider- und strapsetragender Ralph Fiennes durch die Zaubererwelt gegeistert, sondern als anatomisch fragwürdiger Hinterkopf von Professor Quirell. Ich glaube viel muss ich dazu nicht sagen. Es ist einfach immer wieder schön nach Hogwarts zurückzukehren und das Eintauchen in die Zaubererwelt gibt einem immer wieden ein cozy, warm feeling.

when harry met sally… (1989)

Dieser Film ist ein absoluter Klassiker und einer von den Kandidaten, die ich locker mitsprechen kann. Als ich Harry & Sally entdeckt habe und mir den Film rauf und runter angesehen habe, hat mich auch die zentrale Frage des Films sehr beschäftigt. Can men and women really be friends? Or does the sex part always get in the way?
Es ist wohl keine Überraschung dass es bei Harry und Sally mit der platonischen Freundschaft nicht so ganz funktioniert. Mal abgesehen davon, dass sie die Hauptrollen in einer romantischen Komödie spielen, wurde dieser Film in einer Zeit gedreht, als Meg Ryan ihr Gesicht noch bewegen konnte und Billy Crystal’s Witze bei den Oscars noch funktioniert haben.
Was ich an dem Film besonders mag sind die Zeitsprünge (Time jumps make costume design interesting. Meg Ryan goes from Farah Fawcett to Annie Hall and she wears some awesome wide legged pants in the process.) und die eingestreuten Szenen mit den alten Päärchen.
Jedenfalls, wer „When Harry met Sally…“ noch nicht gesehen hat: Unbedingt nachholen!

Chalet Girl (2011)

Einer der Gründe, um nicht zu sagen der Hauptgrund, wieso ich Winter mag ist Schnee. Ich liebe Schnee. Darum ist es wohl naheliegend, dass ich einen Film mag in dem so viel Schnee vorkommt wie in diesem. Chalet Girl (oder Powder Girl in der deutschen Verison) ist quasi all snow, all the time. Es geht nämlich um Kim, ein britisches Mädl aus der Mittelschicht, die über den Winter in einem Ski Chalet in Österreich arbeitet. Und zwar für eine stinkreiche, britische Nobelfamilie. Und wie kann es anders sein, findet sie in eben dieser Familie, die überhaupt nicht zu ihr und ihrem „Do you want fries with that?“-Alltag passt, ihren Traummann in Form des unerträglich selbstverliebten Ed Westwick. (Seriously, this guy is so aware of his own hotness, it’s almost offputting. Just look at this.) Neben dem Romeo und Julia-haften Techtelmechtel geht es dann auch noch ums Snowboarden, weil Felicity Jones aka. Kim offenbar als übertalentierte Skaterboarderin innerhalb von einem Tag Snowboarden lernen kann. But whatever, I’m just here for the snow and the snarky comments.
Mit dabei ist außerdem Sophia Bush (One Tree Hill), Brooke Shields und Bill Nighy (basically being his fabulous self). Gregor Bloeb gibt sich auch die Ehre als wahrscheinlich peinlichste und grauslichste Darstellung von Österreichern seit der Erfindung des Bewegtbildes. Das soll aber niemanden davon abhalten sich diesen charmanten Film anzuschauen, die sarkastischen und bissigen Kommentare bzw. Reaktionen von Felicity Jones machen das Fremdschämen wieder gut.

Wer übrigens nicht den ganzen Film in 3 Minunten sehen will, verzichtet lieber auf den Trailer und schaut sich besser diese Szene an:

Mulan (1998)

Noch ein Kinderfilm in der Liste. Aber ich finde man ist nie zu alt für Disney oder Harry Potter oder Kinderfilme im Allgemeinen (Inside Out anyone?!). In Wahrheit hätte ich jeden meiner Lieblingsdisneyfilme auf diese Liste setzen können. Aber in Mulan gibts einfach am meisten Schnee (abgesehen von Frozen, aber ich glaub von dem haben wir alle schon genug gehört und gesehen.) und deshalb fühlt es sich am winterlichsten an.
Ich schätze ich muss über den Plot nicht sonderlich viel erzählen, die meisten werden Mulan ohnehin schon oft genug gesehen haben. Und wer nicht, der sollte diesen Film schleunigst auf die „to-watch-asap“-Liste schreiben! Das geniale an Mulan ist nämlich, dass es nicht um eine Prinzessin geht, die von irgendeinem Typen träumt, der kommt um sie zu retten- Nein! Es geht um ein Außenseiterin, die selbst zur Badass-Kämpferin wird und ganz China rettet! Verdammt, Mulan ist einfach die beste Disney Prinzessin. (No offense, Leia.)
Außerdem hat sie den genialsten Sidekick Mushu (Danke, Otto Walkes!) und die lustigste Großmutter.

the holidaY (2007)

Zugegeben, The Holiday ist stellenweise ziemlich weihnachtlich und diese Zeit des Jahres ist bekanntlich schon vorbei bzw. steht uns in 2016 erst bevor. Trotzdem schaue ich den Film auch nach Weihnachten noch gerne, weil er the best of both worlds hat. Cameron Diaz verschlägt es ins wunderbar verschneite, ländliche England und Kate Winselt ins ewig sonnige Los Angeles. Zumindest was das Wetter im Film betrifft, der perfekte Kompromiss. Außerdem Jude Law und seine entzückenden Film-Kinder! Und die wunderbare Freundschaft zwischen Arthur und Iris.
Ich mag diesen Film irgendwie. Das liegt vermutlich auch sehr stark an der immer fantastischen Kate Winslet. Für mich ist The Holiday in der kalten Jahreszeit immer eine Option. So ein feel good-Film zum Drüberstreuen.

the grand budapest hotel (2014)

Und weil man nie genug lachen kann, noch eine Komödie. Diesmal von Wes Anderson und damit ein bisschen quirkier als die anderen Kandidaten. Inspiriert von Stefan Zweig streckt sich die Handlung über fünf Akte und ist eigentlich eine Geschichte in einer Geschichte.
Ralph Fiennes spielt den larger than life Concierge im Grand Budapest Hotel im fiktionalen „Zubrowka“, der verdächtigt wird eine reiche, alte Stammgästin des Grand Budapest ermordet zu haben. Gemeinsam mit seinem Lobby Boy Zero versucht er seine Unschuld zu beweisen. Chaos and hilarity ensues.
Wie für Wes Anderson üblich, kennt man viele der mitwirkenden Schauspieler schon aus seinen vorherigen Filmen. Owen Wilson, Edward Norton, Bill Murray, Jason Schwartzmann und viele mehr sind in kleineren und größeren Rollen wieder mit von der Partie. Außerdem mit dabei sind Saorise Ronan als Zeros bezaubernder love interest Agatha und Everybody’s french Darling Leà Seydoux als Hausmädchen der Verstorbenen.
Der Film ist einfach, mal abgesehen von dem genialen Cast und dem sehr unterhaltsamen Skript, schön anzusehen. Wes Anderson schafft immer wieder beeindruckend genaues production design und faszinierende cinematography. Eine absolute Empfehlung von mir, nicht nur für The Grand Budapest Hotel, sondern auch für seine anderen Werke.

Das wars erstmal mit meinen Filmempfehlungen für den Winter. Beim nächsten Mal bei „How to love Winter according to me“ läuft nicht nur Netflix heiß. Stay tuned.

 

 

Honorary mentions (that almost made the list):
Edward Scissorhands (1990), Doctor Zhivago (1965)

1 Kommentare

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